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Was war das für ein Spiel in Sautens. Vor rund 150 Zusehern empfing der SK Sautens im Nachtragsspiel aus der elften Runde den FC Tiroler Zugspitze und wollte sich mit einem Erfolgserlebnis in die Winterpause verabschieden. Zwischenzeitlich sah es dann für die Hausherren auch richtig gut aus, am Ende wurde es aber ein ganz bitterer Abend für die Sautener.

Furioser Beginn

Sautens startete stark. Mit einer tollen Anfangsoffensive belohnten sich die Hausherren bereits früh in der Partie selbst und gingen schon noch wenigen Augenblicken in Führung. In der dritten Spielminute setzte Pierre Müller seinen Körper ideal ein und traf ins lange Eck zum 1:0 für die Gastgeber. Mit Fortdauer der Partie kam Zugspitze etwas besser ins Spiel, das Tor erzielten allerdings abermals die Hausherren. Nacheinem Eckball traf Andreas Mayr zum 2:0, wobei kurzfristig auch der Schiedsrichter für einige Verwirrung sorgte, indem er zuerst nach einem Zweikampf im Strafraum auf Stürmerfoul und Freistoß für Zugspitze entschied, dann aber doch das Tor der Gastgeber zählte. Nur wenige Minuten später setzte David Holzknecht vorne gut nach, eroberte den Ball und bediente Youssou Seck mustergültig und der Stürmer hatte keine Probleme mehr, zum 3:0 zu vollenden. In dieser Phase agierten die beiden Mannschaften nahezu ebenbürtig, Sautens erwies sich einfach als effizienter. Kurz vor der Pause gelang dann Alexander Gläser per Kopf der wichtige Anschlusstreffer zum 3:1 für Zugspitze. Mit diesem Ergebnis ging es wenig später dann auch in die Halbzeitpause.

Aufsteiger holt auf
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel drängten nun die Gäste auf ihren zweiten Treffer und setzten die konditionell leicht angeschlagenen Hausherren unter Druck. Bereits in der 54. Spielminute traf Gläser zum zweiten Mal und verkürtze auf 3:2. Nach einem schönen Spielzug über mehrere Stationen war der Stürmer schlussendlich nach einem Stanglpass zur Stelle und erzielte aus kurzer Distanz sein 14. Saisontor. Mitten in dieser Drangperiode der Gastmannschaft sorgte dann wieder der Unparteiische für einige Diskussionen. Zuerst wurde der Heimmannschaft ein vermeintlich klarer Elfmeter verwehrt, kurze Zeit später erkannte er auch ein Tor des eingewechselten Umut Petek aufgrund einer vorhergegangenen Abseitsstellung ab. Bitter für Sautens, denn kurze zeit später traf Zugspitzes Toptorjäger Marco Schmid nach einem Abwehrfehler der Gastgeber zum 3:3 und sorgte somit für eine hektische und hochgradig spannende Schlussphase.

Ausschlüsse und ein Elfmeter
In der 91. Spielminute ging dann Sautens-Verteidiger Harald Rizzi nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler im eigenen Strafraum zu Boden, kurz darauf folgte ein Pfiff des Referees. Während die Heimmannschaft nun mit einem Freistoß für sich rechnete, deutete der Schiedsrichter jedoch auf den Punkt, da der am Boden liegende Rizzi an der Hand vom Ball getroffen wurde und entschied auf Strafstoß inklusive roter Karte für den Verteidiger wegen Torchancenverhinderung. Den verhängten Elfmeter verwandelte Schmid souverän zum 3:4, worauf wenig später bei einigen Akteuren der Heimmannschaft die Sicherung durchbrannte. Auf der Höhe der Mittellinie kam es zu einem Tumult und Gerangel, in den Spieler beider Mannschaften verwickelt waren. In diesem Zusammenhang bekamen nun auch noch Youssou Seck und Tolgay Ceylan die rote Karte präsentiert und Sautens beendete die Partie Sekunden später mit acht Spielern am Platz.

Fazit: Ein Remis hätte in dieser interessanten Partie wohl eher dem Spielverlauf entsprochen. Nichtsdestotrotz nutzte der Aufsteiger seine Chancen effektiv und kam mit etwas Glück zu wertvollen drei Punkten. Für Sautens ist die Niederlage mit den drei Ausschlüssen in der Schlussphase natürlich doppelt bitter.

Ouelle;www.fanreport.com